Pressemitteilung schreiben: 5 Tipps & typische Fehler vermeiden

Viele Startups und KMUs investieren bewusst Zeit, um eine Pressemitteilung zu schreiben, und stoßen dennoch auf geringe Sichtbarkeit. Der Aufwand für die Erstellung war hoch, die Meldung ist intern abgestimmt, freigegeben und veröffentlicht, doch die Journalisten ignorieren das Thema.
Häufig liegt das an typischen Fehlern in Pressemitteilungen, die die Wirkung der Inhalte deutlich reduzieren. Die Folge: In den Medien bleiben Resonanz und Reichweite gering, und in der Folge passiert auch auf der eigenen Website wenig.
Gerade in der Pressearbeit für Unternehmen zeigt sich schnell, ob Inhalte wirklich relevant aufbereitet sind. Eine gute Pressemitteilung zeichnet sich dabei durch einen klaren Aufbau, verständliche Aussagen und einen erkennbaren Mehrwert aus. Sie muss präzise den Inhalt erklären, warum dieser wichtig und für wen die Information relevant ist. Oder anders gesagt: Wer eine Pressemitteilung schreibt, muss konsequent aus Sicht der Zielgruppe denken und die W-Fragen überzeugend beantworten.
Die gute Nachricht: Viele typische PR-Fehler lassen sich leicht vermeiden. Die folgenden fünf Tipps zeigen, worauf es ankommt.
Kurzer Überblick: Die fünf Tipps für bessere Pressemitteilungen
Die folgenden fünf PR-Tipps helfen Ihnen dabei, typische Fehler in der Pressearbeit zu vermeiden und Ihre Pressemitteilungen gezielt zu verbessern:
- Diese nur mit echtem Nachrichtenwert schreiben, der neu ist
- Sachlich statt werblich formulieren
- Die Kernbotschaft direkt am Anfang nennen
- Aussagen mit Fakten, Zahlen und Kontext belegen
- Auf einen klaren Aufbau und vollständige Angaben achten
Tipp 1: Schreiben Sie eine Pressemitteilung nur, wenn es wirklich etwas Neues gibt
Einer der häufigsten Fehler in Pressemitteilungen in der Praxis ist das Fehlen eines echten Nachrichtenwerts. Ohne klaren Anlass wird auch der spätere Pressemitteilung Versand kaum Wirkung entfalten.
Nicht alles, was intern wichtig erscheint, interessiert auch Medien, Kunden oder die Branche. Aussagen wie „Wir starten motiviert ins neue Jahr“, „haben unsere Webseite überarbeitet“ oder „sind jetzt auch auf den Sozialen Medien“ sind keine Nachrichten, sondern eher interne Updates.
Eine gute Pressemitteilung braucht einen klaren Anlass: etwa ein neues Produkt, das ein Problem löst, eine weitreichende Kooperation, ein neuer Geschäftsführer, eine Studie mit echten Erkenntnissen oder eine Entwicklung, die für die Zielgruppe relevant ist.
So machen Sie es besser:
Fragen Sie sich vor dem Schreiben: Warum sollte jemand außerhalb des Unternehmens das lesen? Wenn Sie den Nachrichtenwert nicht in ein bis zwei klaren Sätzen erklären können, sollten Sie eine Presseinformation unterlassen oder sich mit einem Experten austauschen.
Tipp 2: Formulieren Sie sachlich, nicht werblich
Pressemitteilungen scheitern selten am Thema, oft aber an der Sprache. Formulierungen wie „führender Anbieter“, „innovative Lösung“, „maßgeschneiderter Service“ oder „wegweisendes Produktportfolio“ sind beliebt, werden aber vielfältig eingesetzt. Zudem wird es schwieriger, Journalist:innen gezielt anzusprechen, wenn Inhalte zu werblich formuliert sind.
Einer der häufigsten PR-Fehler ist es, Werbung mit Pressearbeit zu verwechseln. Pressemitteilungen sollen informieren, nicht werblich glänzen. Ein Unternehmen darf seine Stärken zeigen, doch überzeugend wird ein Text nur, wenn er Klarheit statt Superlative bietet.
So machen Sie es besser:
Streichen Sie leere Werbewörter und schreiben Sie konkret. Sagen Sie nicht, das Produkt sei „höchst innovativ“. Zeigen Sie, was daran neu ist, welches Problem es löst und welchen Nutzen es bringt. Fakten überzeugen mehr als Eigenlob.
Tipp 3: Die Kernbotschaft steht am Anfang
Ein schwacher Einstieg ist oft der Grund, warum Pressemitteilungen ungelesen bleiben.
Häufig liegt das an einem unklaren Pressemitteilung Aufbau, bei dem die eigentliche Nachricht zu spät genannt wird. Viele Texte verlieren sich zudem in allgemeinen Floskeln, langen Vorreden oder internen Perspektiven.
So machen Sie es besser:
Leser müssen sofort erfassen, wer handelt, was passiert ist, warum es relevant oder wichtig ist und worum es im Kern geht. Nennen Sie die wichtigste Information direkt im Einstieg. Eine gute Pressemitteilung erklärt den Kern zuerst und liefert die Details danach.
Tipp 4: Belegen Sie Ihre Aussagen mit Fakten, Zahlen und Kontext
Gerade in der Pressearbeit entsteht Glaubwürdigkeit durch greifbare und verständliche Inhalte. Doch viele Pressemitteilungen bleiben nach der eigentlichen Nachricht zu vage. Da heißt es, eine Partnerschaft sei wichtig, ein Produkt erfolgreich oder eine Lösung besonders relevant, aber es wird nicht sichtbar, woran sich das konkret zeigt.
Ohne Belege wirkt eine Meldung schnell austauschbar. Ein konkretes Pressemitteilung Beispiel, Zahlen, zeitliche Einordnungen oder nachvollziehbare Ergebnisse helfen, Aussagen greifbar zu machen und schaffen Substanz.
So machen Sie es besser:
Fragen Sie sich bei jeder wichtigen Aussage: Woran zeigt sich das konkret? Fügen Sie Zahlen, Fakten oder Beispiele hinzu. Verwenden Sie Zitate nicht bloß als Höflichkeitsfloskeln, sondern um Einordnungen oder neue Perspektiven zu bieten.
Tipp 5: Achten Sie auf einen klaren Aufbau und vollständige AngabenEin gutes Thema verliert an Wirkung, wenn die Pressemitteilung formal unvollständig bleibt. Solche Lücken mögen auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, doch sie machen einen großen Unterschied. Der feste Aufbau von Pressemitteilungen hat seinen Grund: Er erleichtert Redaktionen, Inhalte schnell einzuordnen und weiterzuverarbeiten.
So machen Sie es besser:
Eine Pressemitteilung Checkliste hilft dabei, vor dem Versand zu prüfen, ob alle wichtigen Elemente für den Aufbau vorhanden und Informationen vollständig sind.
Typische Prüfpunkte:
- Ist die Überschrift klar?
- Sind die W-Fragen beantwortet?
- Gibt es Zahlen oder Fakten?
- Ist der Pressekontakt vorhanden?
So gelingt der Pressemitteilungs-Versand
Auch eine gute Pressemitteilung entfaltet ihre Wirkung nur, wenn sie die richtigen Empfänger erreicht. Der Versand einer Pressemitteilung sollte deshalb gezielt erfolgen und nicht wahllos gestreut werden.
Ein gepflegter Presseverteiler mit relevanten Kontakten erhöht die Chancen deutlich, dass Ihre Meldung wahrgenommen wird. Wichtig ist dabei, Journalist:innen passend zum Thema anzusprechen und Inhalte individuell einzuordnen.
Wer hier sorgfältig arbeitet, verbessert nicht nur die Reichweite, sondern auch die Qualität der Medienkontakte.
Was heute zählt: Pressemitteilungen für SEO und KI optimieren
Pressemitteilungen lesen längst nicht mehr nur Journalisten. Sie landen im Newsroom der Website, erscheinen in Suchmaschinen und fließen in KI-gestützte Suchumgebungen oder Zusammenfassungen ein.
Deshalb sollten sie nicht nur als PR-Text, sondern auch als SEO- und KI-optimierte Pressemitteilung gedacht werden.
Gute Pressemitteilungen entstehen nicht, indem ein Unternehmen möglichst viel über sich selbst erzählt.
Wer eine Pressemitteilung schreibt, sollte typische Fehler vermeiden und Inhalte klar strukturieren. Die fünf entscheidenden Hebel sind klar: Schreiben Sie nur, wenn ein echter Nachrichtenwert vorliegt. Formulieren Sie sachlich. Platzieren Sie die Kernbotschaft gleich am Anfang. Belegen Sie Ihre Aussagen. Und achten Sie auf einen klaren Aufbau.
So entsteht eine wirklich gute Pressemitteilung, die gelesen, verstanden und weiterverbreitet wird. Sie brauchen in Ihrem Unternehmen professionelle Unterstützung? Dann schauen Sie sich gerne auf der passenden Unterseite Kommunikation und PR um!
Wenn Sie lieber direkt über Ihr Thema sprechen möchten, können Sie auch ein unverbindliches Erstgespräch anfragen.
Quellen
https://www.cision.com/resources/insights/write-news-release https://jobs.prsa.org/career-resources/finding-talent-10/how-to-write-a-press-release-that-gets-coverage-in-2025-412 https://www.chimpify.de/marketing/pr-fehler/ https://www.openpr.de/magazin/pr/fehler-pressemitteilungenNeueste Beiträge

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